Arabischer Kaffee: Wie wird Türkischer Mokka zubereitet?

Arabischer Kaffee: Wie wird Türkischer Mokka zubereitet?

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Kaffee ist ein internationales Getränk und wie einige von Euch vielleicht wissen, liegt sein Ursprung im fernen Orient. Aus dem Morgenland stammt die wahrscheinlich ursprünglichste Zubereitungsart der Kaffeebohne, die auch heute noch im gesamten türkisch-arabischen Kulturraum bis hin auf den Balkan weit verbreitet ist.


Was macht den Mokka oder türkisch-arabischen Kaffee aus? Es geht weniger um die Kaffeebohne an sich, auch wenn es eine Mokka-Bohne aus Äthiopien gibt. Mokka bezieht sich in seinem Ursprung auf die Zubereitungsart und das Besondere ist, dass kein Filter benutzt wird.


Schritt für Schritt zum perfekten Mokka

Zunächst brauchen wir die richtige Mokkakanne. Traditionell wir ein kleines Kupferkännchen mit langem Stiel verwendet, welches auch unter dem Namen Cezve bekannt ist.


Man gibt die benötigte Wassermenge (ca. 50 ml pro Tasse) in die Kanne und rührt die gewünschte Menge Zucker ein. Je nach Land und Geschmack wird mehr oder weniger Zucker verwendet, wir empfehlen zu Beginn zumindest etwas zu süßen, da der Mokka-Kaffee doch relativ bitter ist.


Das Zuckerwasser wird auf dem Herd zum Kochen gebracht, anschließend nimmt man die Kanne vom Herd und man gibt den Kaffee hinzu. Pro Tasse sind zwei Löffelchen angebracht. Aber Achtung: Nicht irgendeinen Kaffee. Mokkakaffee ist staubfein gemahlener Bohnenkaffee, die Konsistenz lässt sich mit Puderzucker vergleichen. Man kann diesen Kaffee fertig gemahlen beim türkischen Delikatessenhändler kaufen, obwohl es mit frisch gemahlenen Kaffeebohnen aus der Kaffeemühle natürlich besser schmeckt.


Ist der Kaffee erst mal im Wasser, wird die Mischung zweimal hintereinander aufgekocht. Ihr werdet feststellen, dass das Ganze mächtig schäumt, der Schaum kann abgelöffelt oder eingerührt werden.


Jetzt ist unser Mokka fast fertig. Vor dem Servieren wird ein Löffel kaltes Wasser hinzugefügt, damit sich das Kaffeepulver schneller auf dem Kannenboden absetzt. Nun können wir unseren orientalischen Mokka in kleinen Mokkatässchen servieren. Ein Großteil des Kaffeesatzes setzt sich bereits nach dem Kochen auf dem Kannenboden ab, ein Teil wird aber immer mitserviert.


Darum wartet man in der Regel auch einen Moment, bis man das köstlich süß-aromatische Getränk schlürft. So setzt sich der restliche Kaffeesatz fast vollständig auf dem Tassenboden ab.


Woher kommt der Begriff Mokka?

Mokka leitet sich von der jemenitischen Hafenstadt Mokka (al-Muchā) am Roten Meer ab, die einst wichtigster Hafen für die Verschiffung der Arabica-Bohne war. Die einst blühende Hafenstadt hatte im 17. und 18. Jahrhundert das Weltmonopol im Kaffeehandel und prägte daher mit ihrem Namen diese ursprüngliche Zubereitungsform des Kaffees.


Mokka ist mehr als nur Mokka

Der Begriff Mokka ist übrigens abgesehen von seinem Ursprung mehrdeutig. In Österreich ist er die gängige Bezeichnung für einen schwarzen Kaffee ohne Zucker und Milch. In den USA und auch in Deutschland wird der Begriff gerne in Verbindung mit Kaffee-Milchmischgetränken verwendet und bezieht sich meist auf den Kaffee-Kakaogeschmack (zum Beispiel „Mokkaccino“, ein Cappuccino mit Kakao).


Der Mokka ist also fester Bestandteil der internationalen Kaffeekultur und man muss ihn probiert haben. Ganz authentisch kann man ihn im türkischen Kaffeehaus verkosten, oder selbst zu Hause zubereiten.

Traut Euch, der Erfolg ist garantiert!